Hängematte im Hühnerstall

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    Bayer Wald-Verein Mitterfels: Bericht über Abenteuerreise in Venezuela

    (erö) Eindrucksvoll berichteten die Weltreisenden Rudi und Gabi Hopfner im Rahmen eines Vortragsabends des Bayer. Wald-Vereins im Landgasthof Fischer über ihre Reise nach Venezuela. Der Eintritt war frei, die reichlichen Spenden kamen der Kinderhilfe Nepal von Herbert und Uli Schneeweis zugute. Venezuela ist ein Kontinent innerhalb eines Landes, erklärte Rudi Hopfner.

    Die Hauptstadt Caracas mit ihren sechs Millionen Einwohnern gehöre derzeit zu einer der gefährlichsten Städte der Welt mit etwa 100 Morden in einer Woche. Mit Flugzeug, Jeep und Bus, zu Fuß und auf dem Pferderücken erkundeten die Reisenden die Anden, die bis zu einer Höhe von 4400 Metern aufsteigen. Übernachtet wurde bei einer Bauernfamilie. Die Reisenden genossen neben den fantastischen Landschaften auch die Schönheiten der einzigartigen Flora. In einer halsbrecherischen Fahrt ging es an der Ostseite des Gebirges 3500 Meter hinab in die "Llanos", eine heiße Savannenlandschaft mit reichhaltiger Fauna.

    Mit dem Einbaum schipperten die Abenteurer stundenlang mit Flussindianern durch den Dschungel, dabei fingen die Eingeborenen mit bloßen Händen eine sechs Meter lange Anaconda. Pikant schmeckte das Abendessen aus einem Kaimangericht, ungewohnt war auch die Übernachtung in einer Hängematte im Hühnerstall mitten im Dschungel. Am nächsten Tag flogen die Reisenden tiefer in den Urwald und mit dem Boot ging es fünf Stunden lang durch eine urweltliche Landschaft, an den 100 Meter hohen Felswänden der Tafelberge entlang bis zum Salto Angel, dem höchsten Wasserfall der Erde. Er donnert fast 1000 Meter in die Tiefe. Ein weiterer Höhepunkt war die Erkundung des Orinoco-Mündungsgebietes mit dem Boot. Hier leben die Narav-Indianer, freundliche, zurückhaltende Menschen, die ihre Gäste am Alltagsleben teilhaben ließen, erzählte Hopfner. Beschlossen wurde die Reise im Moduma-Nationalpark an der Karibik, wo Zeit war zum Faulenzen, Erholen und Schnorcheln an einsamen, paradiesischen Stränden.


     

    Quelle: Elisabeth Röhn in: SR-Tagblatt vom 8. November 2011, Seite 16

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