Frühlingskonzert 2011 des Musikvereins

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    Blasmusik und heiße Rhythmen - Über 200 Gäste beim Frühlingskonzert 2011 des Musikvereins

    Frühlingshafte Stimmung mit üppigen Blumengestecken und prominenten Ehrengästen boten den Rahmen für das traditionelle Früh­jahrskonzert des Musikvereins, zu dem Vorsitzender Dominik Drechs­ler mehr als 240 Besucher willkom­men heißen konnte. "Viel Zeit und Energie haben wir Musiker mit un­serem Dirigenten Jürgen Malterer in die Proben gesteckt, um ihnen ein buntes Programm bieten zu kön­nen", sagte Drechsler und lud dazu ein, zwei Stunden lang den Alltags­stress zu vergessen und bayerische Lebensfreude, gemischt mit heißen, ungarischen und südlichen Rhyth­men zu genießen. Auch Ehrungen wurden vorgenommen: Markus Bernkopf wurde für 30 Jahre, Werner Kapitza für 20 Jahre Vereinszu­gehörigkeit ausgezeichnet.

    Feierlich-festlich begann der Abend mit der "Nordic Fanfare and Hym" von Jacob de Haan eigens für die olympischen Spiele in Norwegen komponiert und vom Musikverein mit Schwung und Kraft umgesetzt. Bayerische Lebensfreude war Trumpf beim bekannten Konzert­walzer "Bayerische G'schichten" und dem Medley "Hofkonzert mit Johann Strauß" mit seinen vielen bekannten Melodien, die an die "gu­te alte Zeit" erinnerten. Der Musik­verein liebt Kontraste und setzte zwischen die heitere konzertante Blasmusik den Ungarischen Tanz Nummer 5 von Johannes Brahms, ein Stück, in dem vor allem die Kla­rinetten mit ihren dunklen Stimmen an Puszta, Paprika und feurige Tän­ze erinnern.

    Und noch ein Kontrast: Nach dem Walzer die Polka "Ein halbes Jahrhundert" des Schweizer Komponisten Very Rickenbacher, die höchsten böhmischen Ansprü­chen genügt und den Musik-Freun­den aus dem schweizerischen Hasli­berg gewidmet war. Informativ und heiter waren die Kommentare, mit denen die Musikantinnen und Musi­kanten die einzelnen Musikstücke ankündigten und immer auch ein bisschen aus der Probe plauderten. Mit dem Marsch "Die Sonne geht auf" wurden die Besucher in die Pause entlassen, nicht ohne den Hinweis auf Erfrischung an der Getränke-Bar des Musikvereins.

    Dass die Blaskapelle auch ganz anders kann und heißen Rumba, Samba und Bajon in ihrem Reper­toire hat, bewies sie nach der Pause mit "Brasil Tropical", vielen bekannten Melodien zum Mitsummen und Mitswingen. Hier präsentierte sich Trompeter Werner Kapitza mit einem bemerkenswerten Solo. Als Ohrwurm mit viel Gefühl erwies sich die bekannte Filmmusik von Ennio Morricone mit dem Titel "On­ce upon a time in the west", für die es vom Publikum viel Beifall und von Kapellmeister Jürgen Malterer ein Extra-Lob an die Musiker gab. Ein bisschen lang war das Medley nach Songs von Robbie Williams, aber bei der modernen Polka "Eine Reise nach Böhmen" war die Blas­kapelle wieder ganz in ihrem Ele­ment und zauberte herrliche Biergartenstimmung in den Saal. Als weiteres Highlight erwies sich der abschließende Konzertmarsch "Die Regimentskinder" von Julius Fucik:  Er erinnerte an die K-und-K-Mon­archie und wurde mit Leichtigkeit, schnell und schneidig vorgetragen. Die begeisterten Zuhörer applau­dierten sich drei Zugaben: Den "Un­garischen Tanz" von Brahms, den traditionellen "Bayerischen Defi­liermarsch" in Erinnerung an Kap­ellmeister Otto Kolmsee, und als Ge­schenk an die eigens angereisten Schweizer Musikfreunde eine böh­mische Polka aus der Schweiz mit ihrem ganz eigenen Rhythmus.

    Bericht und Bild : erö (SR-Tagblatt 19.04.2011)

     

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