Engagement und Herzblut - Jubiläumskonzert der Blaskapelle zum 30. Geburtstag

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    2010.04.20 musikverein

    Erst wenn der Musikverein sein großes Frühjahrskonzert veran­staltet, wird es in Mitterfels richtig Frühling. Bei ausverkauftem Haus wurden die Besucher mit einem Strauß bunter Melodien verwöhnt.
    Erstaunlich, dass die Blaskapelle unter der Leitung von Jürgen Malte­rer nicht nur die bayerisch-böhmi­sche Blasmusik perfekt beherrscht, sondern dass sie es versteht, ihr Ni­veau der klassischen Blasmusik im­mer mehr zu vervollkommnen.

    Diesmal stand der Abend im Zei­chen des 30-jährigen Jubiläums, das der Musikverein am Freitag, 18. Ju­ni, mit Standkonzert und Ehren­abend im Gürster-Stadl (Scheibels­grub) begeht. Anschaulich gemacht wurde der Werdegang der Blaska­pelle und ihrer Dirigenten Tony Niedermayer, Otto Kolmsee und Jürgen Malterer mit einer Fotopräsentation und einer sowohl heiteren als auch informativen Moderation von Mit­gliedern des Musikvereins zu den einzelnen Musikstücken.

    Vereinsvorsitzender Dominik Drechsler freute sich über die zahl­reichen Vertreter befreundeter Mu­sikkapellen und des Musikbundes Bayern. ,,30 Jahre Musikverein sind 30 Jahre lebendige und gelebte Mu­sik", betonte Bürgermeister und ak­tives Mitglied Heinrich Stenzel. Seit der Gründung 1980 hätten sich Mu­sikverein und Musikanten mit Enga­gement und Herzblut für die Blas­musik eingesetzt. "Trotz anfängli­cher Skepsis hat sich die Gründung des Musikvereins als Meisterwerk erwiesen": MdB Ernst Hinsken gra­tulierte und zitierte Aristoteles "Musik ist ein wesentliches Element des Lebens."

    Eindrucksvoll war dann der festliche Beginn mit dem "Nessun Dorrna" aus Puccinis Oper "Turandat" , zeitlos anspruchsvoll und feierlich. Dann Romantik pur mit der "Post im Wald" von Hein­rich Schäffer und einem vituosen Trompetensolo von Ben Schlicker. So habe auch Dirigent Otto Kolmsee Signale gesetzt, habe mit Schweiß, Freude und Witz die jungen Musiker zu Leistungsspielen und sogar Ra­dioauftritten gebracht, hieß es in der Moderation.

    Das zweite Jahrzehnt der Blaska­pelle wurde mit dem wohl schwie­rigsten Werk für ein symphonisches Blasorchester, der Ouvertüre zur .ko­mischen Oper von Franz von Suppe "Leichte Kavallerie", eingeläutet. Ein anspruchsvolles Ziel, um die musikalischen Grenzen zu erwei­tern, das von dem Publikum mit viel Applaus gewürdigt wurde, Dann wurde es heiter-beschwingt mit den schmissigen Klängen der Polka "Egerländer Perle", einem der Lieblingsstücke von Dirigent Malterer. Imposant der anschließende "Po­chod Textilakov", der Marsch der Textilarbeitergewerkschaft, mit sei­nem fanfarenartigen Beginn und der lieblichen Melodie der Hörner.

    In der Pause trafen sich Gäste und Musiker zu Erfrischungen an der Theke und einem entspannenden Plausch über 30 Jahre Blasmusik in Mitterfels. Im zweiten Teil über­raschte die Blaskapelle mit einem mächtigen Bigband-Sound und dem Medley "The Best of Herb Albert", gefolgt von Filmmusik von Brian Adams und den wieder neu aktuel­len Hits von "ABBA". Den fulmi­nanten Schluss machte, natürlich, konzertante Marschmusik, schwungvoll dirigiert von Jürgen Malterer und schmissig gespielt von der Blaskapelle. Ein echter Ohren­schmaus. Und weil der Applaus der Zuhörer nicht enden wollte gab es zwei Zugaben: Einmal das swingen­de Medley von Herb Albert und zum guten Schluss den Bayerischen Defi­liermarsch.

    Nicht unerwähnt darf bleiben, dass die beiden jüngsten Mitglieder der Blaskapelle, Steffi Dietl (Klari­nette) und Johannes Pfeffer (Trom­pete), trotz der monatelangen Pro­ben kürzlich ihr Leistungsabzeichen in Bronze erfolgreich abgelegt ha­ben.

    2010.04.20 musikverein


    Bericht und Bild : Straubinger Tagblatt, 20.4.2010 (erö)

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