Theater-Projekt an Mittelschule: "Das Herz eines Boxers"

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    Einen ganz be­sonderen Theatertag erlebten kürz­lich fünf siebte und achte Klassen an der Mittelschule Mitterfels. Or­ganisiert hatte ihn Claudia Fürtig, Klassleiterin der M8. Die Schüler sollten einmal Theater in der Schule erleben mit dem richtigen Beneh­men wie eine Stunde ruhiges Zuhö­ren, mit Vorbereitung durch Infor­mationen über das Stück und selbst zubereiteten Speisen.


    "Viele unserer Schüler schrecken davor zurück, einmal ins Theater zu gehen. Diese Schwellenangst wollen wir ihnen nehmen und zeigen, wie spannend Theater sein kann", so Claudia Fürtig. Im Kunstunterricht seien Plakate gestaltet und der In­halt des Stückes besprochen wor­den. In der Schulküche bereiteten die Schüler kleine Pizzastückchen, Kuchenstücke und Muffins zu.

     

    Aufgeführt wurde das Stück "Das Herz eines Boxers" mit zwei Dar­stellern des Tourneetheaters Thea Schrader. Dieses Thema passe gut für die Jahrgangsstufen sieben und acht, meinte Claudia Fürtig.

    Es geht darin unter anderem um falsch ver­standene Freundschaft, um Enttäu­schung und Frust. Aber auch um Mut und neue Ziele. Ein altes Lied über das Leben eines Boxers, ein behinderter Mann im Rollstuhl, ein schwatzhafter Anstreicher im Se­niorenheim - gleich von der ersten Szene an herrschte Spannung auf der Bühne und bei den jungen Zu­schauern. Langsam wurde klar: Der Alte ist ein ehemaliger Boxchampi­on, der Junge ein gescheiterter und krimineller Mensch. Zunächst ha­ben sich beide nichts zu sagen. Doch allmählich wächst so etwas wie Freundschaft zwischen ihnen, die beide stärker macht. Für Jojo, den Anstreicher, beginnt etwas Neues. Er ist verliebt, probiert sich aus und hat endlich ein Ziel vor Augen. Auch Leo, der Champion, resigniert nicht: Er verlässt das Heim und wagt den Schritt in die Freiheit.

     

    Nach der Vorstellung und einer Stärkung am Fingerfood-Buffet stellten sich die Schauspieler Jan Opderbeck und Mehemet Kucak den Fragen der Schüler. Dabei ging es wie im Stück unter anderem um fragwürdige Freundschaftsdienste, darum, womit man ein Mädchen be­eindrucken kann oder um Informa­tionen über das Boxen. Wie lange die Schauspieler geprobt haben, wollten die Zuschauer auch wissen. "Einen Monat dauerten die Vorbe­reitungen, geprobt haben wir zwei bis drei Wochen".

    Bericht und Bild : erö (SR-Tagblatt, 10.3.2.2012)

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