Frauenbund feierte 30jähriges Gründungsjubiläum

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Frauen sind das Herz der Gesellschaft - Goldene Ehrennadeln verliehen

Ein großes Fest feierte der Katholische Deutsche Frauenbund KDFB, Zweigverein Mitterfels, am Wochenende: Am 30. Oktober 1983 wurde der Frauenbund von 30 Frauen gegründet, nun wurde mit Kirchenzug, angeführt von der Blaskapelle Mitterfels, mit Festgottesdienst in der Pfarrkirche, mit Festakt und Ehrungen an diesen bedeutsamen Tag erinnert. Den glanzvollen Gottesdienst zelebrierten Pfarrer Pater Dominik Daschner, Pfarrer Kilian Saum von der Pfarreiengemeinschaft Oberalteich-Parkstetten, Pfarrer i. R. Johann Six und Dekan Johannes Plank (Straubing).

 

Im Frauenbund haben Frauen von jeher engagiert für die Rechte von Frauen in der Gesellschaft gekämpft, sich in viele Projekte hineinbegeben und sich gefragt "Was können wir noch verbessern". Dafür gebühre ihnen Dank, betonte Pfarrer Kilian Saum, geistlicher Beistand des Frauenbundes in der Diözese Regensburg. In 30 Jahren habe der Frauenbund Mitterfels in der Gemeinde seinen festen Platz gefunden und trage zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben bei, meinte Pater Dominik.

Ein Erinnerungsband, von Vorsitzender Hildegard Roth kunstvoll bestickt, wurde geweiht und für die verstorbenen Mitglieder Kerzen am Altar entzündet. Der Musikverein unter der Leitung von Jürgen Marterer umrahmte die Feier festlich.  

 

Der Festakt im Vereinslokal Gasthof Kernbichl war von Grußworten und Ehrungen bestimmt. 30 Jahre Frauenbund, 30 Jahre aktiv bei Veranstaltungen in der Pfarrgemeinde erfüllten ihn mit Dankbarkeit, so Pater Dominik. Die Frauen des Frauenbundes bringen sich nicht nur hier, sondern in aller Welt ein. "Frauen sind das Herz der Gesellschaft und müssen oft den Männern auf die Sprünge helfen", meinte Pfarrer Kilian Saum. Der gebürtige Mitterfelser Pfarrer Johannes Plank erinnerte an den Gründer des Frauenbundes, Pfarrer Ludwig Pramps, an die eigene Primizfeier, die der Frauenbund mitgestaltet habe, und sagte den Frauen "ein Vergelts Gott für alles, was ihr für Mitterfels tut".

Das ehrenamtliche Engagement des Frauenbundes stellte auch Bürgermeister Heinrich Stenzel in den Vordergrund. Der Verein habe sich in Mitterfels gut integriert, beteilige sich an kirchlichen Festen, übernehme Dienste wie die Gestaltung der Seniorennachmittage und bereichere mit öffentlichen Vorträgen das Gemeindeleben. Dem Führungsquartett mit Rosi Kräh, Hilde Roth, Martha Feldmeier und Silvia Holmer sei zu verdanken, dass der Verein weiterbesteht, erklärte Stenzel.

 

Auch Luitgard Hartl, Diözesanvorsitzende des KDFB in Regensburg, meldete sich zu Wort: In diesen 30 Jahren sei eine Gemeinschaft von Frauen entstanden, die Aufbauarbeit geleistet, Verantwortung getragen, mit Mut Neues angepackt und vor Herausforderungen nicht zurück geschreckt seien. Hartl erinnerte an die Gründerjahre ab 1910, als von Frauen Hilfe für Arme geleistet, die Bahnhofsmission, eine Lese- und Nähstube sowie Berufsberatung, Müttererholung und vieles mehr ins Leben gerufen wurde. Heute orientiere sich die Arbeit des Frauenbundes auf Diözesanebene an aktuellen Problemen der Zeit wie Zwangsprostitution und Rentengerechtigkeit für Mütter und habe den Frauenbundkaffee aus fairem Handel ins Leben gerufen. Birgit Kainz von der KDFB-Bezirksleitung gratulierte, dankte und würdigte die Leistungen des Vorstandsteams. Amalie Kulzer vom benachbarten Frauenbund in Haselbach wünschte Weitblick und überreichte ein Geschenk: "Wir ziehen an einem Strang".

 

Ein Frauenbund könne nur leben, wenn er von einer guten Führungsriege und eifrigen Mitgliedern getragen wird, erklärte Rosi Kräh, Hauptorganisatorin des Jubiläums und eine der vier Vorsitzenden. Wie ein roter Faden zögen sich Aktivitäten wie Palm- und Kräuterbüschel-binden, Mithilfe beim Seniorenadvent oder -fasching durch das Jahr. Maiandachten seien gehalten, der Weltgebetstag der Frauen begangen, Vorträge organisiert und viele Feste und Ausflüge veranstaltet worden. "In den 30 Jahren haben wir mehr als 2000 Torten und Kuchen gebacken", sagte Rosi Kräh.

 

Höhepunkte seien die Primizfeiern für Pater Martin Müller (2001) und Pfarrer Johannes Plank (2002) sowie das Goldene Priesterjubiläum von Pfarrer Johann Six gewesen. Kräh appellierte an Frauen, sich beim Frauenbund mit neuen Ideen einzubringen unter dem Motto "Alt und Jung halten zusammen, teilen sich die Arbeit, erleben Gemeinschaft". Rosi Krähs Dank galt allen Gründungs- und Vorstandsmitgliedern, allen Helferinnen und Spendern, den Pfarrern Pater Dominik und Johann Six und nicht zuletzt Chronistin Anni Fritsch für ihre 30 Jahre währende Arbeit.

 

Anschließend wurden die Gründungsmitglieder und langjährige Vorsitzende besonders ausgezeichnet. Die Ehrennadel in Gold erhielten Rosemarie Weinbacher und ihre Stellvertreterin Cilli Plank für 16 Jahre als Vorsitzende, Brigitte Klimmer für 16 Jahre als Kassenwartin und Lydia Merl für 16 Jahre als Schriftführerin. Ingeborg Simmel, zwölf Jahre Vorsitzende, und ihre Stellvertreterin Christl Feldmeier erhielten ebenfalls die Ehrennadel in Gold. 25 Gründungsmitglieder wurden, zum Teil in Abwesenheit, mit Geschenken geehrt.

 

 

Bildtexte:

Frauenbund 30 Jahre 1: Mit der Goldenen Ehrennadel des DKFB wurden ausgezeichnet (vord. Reihe v.re.) Lydia Merl, Ingeborg Simmel, Brigitte Klimmer und Rosemarie Weinbacher, hier mit Mitgliedern der Vorstandschaft und den Geistlichen (hi.v.li) Pfarrer Kilian Saum, Pater Dominik Daschner und Pfarrer Johannes Plank sowie Luitgard Hartl (li), Birgit Kainz und ihre Stellvertreterin Bachmaier von der KDFB-Diözese und des Bezirks.

 

Frauenbund 30 Jahre 2: Gründungsmitglieder des Frauenbundes Mitterfels mit der Geistlichkeit und Vertreterinnen des KDFB.

Frauenbund 30 Jahre 3: Pfarrer Kilian Saum weihte das Erinnerungsband.