Volkstrauertag 2011 : Marktgemeinde und KuSK gedachten der Opfer

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Krieg hinterlässt nur Verlierer - Marktgemeinde und KuSK gedachten der Opfer


 

"Trotz der Parole „Nie wieder Krieg!“ wird weltweit weiterhin Krieg geführt. Hat denn die Menschheit immer noch nicht begriffen, dass Kriege am Ende nur Verlierer zurücklassen?" Mit diesem Zitat von Pfarrer Pater Dominik Daschner eröffnete Oberst a.D. Hen­ner Wehn seine Ansprache zum Volkstrauertag in der Kirche Heilig Geist. "Wenn Gottes Gedanke Frie­de ist, warum gibt es so viel Unfrie­den auf der Welt?" fragte auch Pfar­rer i. R. Johann Six.

Konrad Feldmeier und Albert Koller von der KuSK verlasen die Namensliste der Gefallenen und Vermissten der Weltkriege aus der Marktgemeinde. Die musikalische Gestaltung hatte der Musikverein mit der Schubertmesse übernom­men. Zum Abschluss erklang als Trompetensolo von Siegfried Hirt­reiter der "Gute Kamerad".

"Wir stecken in einem Dilemma" , erklärte Oberst a.D. Wehn. Einer­seits werde Krieg abgelehnt, ande­rerseits nehme man hin, dass deutsche Soldaten seit zehn Jahren in Afghanistan kämpften. "Dieses Dilemma zwischen der tiefen Ableh­nung von Krieg und der aktiven Teilnahme deutscher Soldaten an kriegerischen Auseinandersetzun­gen wird uns wohl auch in Zukunft nicht erspart bleiben", sagte Wehn. Deshalb trauere man nicht nur um die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege, sondern auch um jene deutschen Soldaten, die ihre Pflicht in Afghanistan erfüllt haben. Angeführt von der Blaskapelle Mitterfels bewegte sich der Kirchen­zug mit Pfarrer Six zum Kriegerdenkmal, wo eine Abordnung des Panzerpionierbataillons 4 aus Bo­gen Ehrenwache hielt.

Der Volkstrauertag schütze ein­mal davor, die Toten zu vergessen und mahne zum anderen, sich für eine Welt einzusetzen, in der Frie­den, Freiheit und Gerechtigkeit herrschten, sagte stellvertretender Bürgermeister Heinz Uekermann. Die Mahnung "Nie wieder Krieg" dürfe keine leere Floskel sein, schloss Uekermann. Gemeinsam mit Konrad Feldmeier, Vorsitzender der KuSK, legte er am Ehrenmal einen Kranz nieder.

Bericht und Bild : erö (SR-Tagblatt, 15.11.2011)