Ehrlich bleiben! - Leserbrief zur Naturbegräbnisstätte Mitterfels

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Der Bericht vom Samstag über die Naturbegräbnisstätte (Waldfriedhof ist etwas ganz anderes) veranlasst mich, einiges anzumerken: Das Bür­gerbegehren ist bereits mit der Übergabe der Unterschriftenlisten von uns abgeschlossen. Kosten für die Gemeinde: null.

Laut Gemeindeordnung weiteres Vorgehen der Gemeinde: Innerhalb eines Monats muss der Bürgermeis­ter eine Sitzung einberufen, in der darüber abzustimmen ist, ob der Bürgerwille (über 400 Unterschrif­ten) vom Gemeinderat berücksich­tigt wird. Die geplante Ausweisung einer Naturbegräbnisstätte in Mit­terfels wäre damit gestorben. Bis da­to sind keine Kosten für die Gemein­de entstanden. Wenn der Gemeinde­rat den Bürgerwillen nicht akzep­tiert, muss die Gemeinde einen Bür­gerentscheid (Wahl) einleiten - der dann natürlich Kosten wie bei einer Wahl für die Gemeinde verursacht. Nur dann - bitte genau unterschei­den!

Da in der Ankündigung zur letz­ten Gemeinderatssitzung in Mitter­fels bereits stand: "Beratung und evtl. Beschlussfassung über die Aus­weisung der Naturbegräbnisstätte" , mussten wir handeln, denn wenn erst ein Beschluss gefasst ist, ist ein Bürgerbegehren sehr aufwendig ­und dann für die Gemeinde mit Kos­ten verbunden. Wir haben uns vor­her intensiv mit der Rechtslage und dem Thema Naturbegräbnisstätte auseinandergesetzt. Bei einerVerän­derung der Besitzverhältnisse dieser Naturbegräbnisstätte (da privat) wäre die zuständige Gemeinde 15 Jahre nach der letzten Bestattung für dieses Grundstück in Haftung ­dies zu der Information von Herrn Stenzel, die Gemeinde habe über­haupt keine Kosten.

Zu der Aussage von Herrn Stenzel, man hätte die Bürger erst aufklären können bzw. man kann dazu erst etwas sagen, wenn Pläne vorliegen etc. Grundsätzlich sollte man sich, wenn man in ein Gremium wie den Marktgemeinderat gewählt ist, aus­führlich und fundiert sachkundig machen. Denn bei so einem umfas­senden und wichtigen Thema darf man sich nicht hauptsächlich auf die Aussagen des örtlichen Bestatters verlassen! Noch dazu hat die Natur­begräbnisstätte in Bayerisch Eisen­stein nicht unbedingt Vorbild- oder Nachahmfunktion. Herr Stenzel, stellen Sie fairerweise Ihre Aussagen der Wahrheit entsprechend dar und verbreiten auch Sie keine frei erfun­denen Gerüchte.

Franz Linsmeier 94360 Mitterfels